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Wilhelm Reich

Äther, Gott und Teufel

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Was ist das Schwerste von allem?
Was dir das leichteste dünket:
Mit den Augen zu sehen,
Was vor den Augen dir liegt.

(Goethe)

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Kapitel 1
Die Werkstätte des orgonomischen Funktionalismus

Die kosmische Orgonenergie wurde infolge konsequenter Anwendung der funktionellen Denktechnik entdeckt. Es waren methodisch streng kontrollierte Denkakte, die von einer Tatsache zur anderen hinführten, über eine Zeitspanne von etwa 25 Jahren scheinbar weitab voneinander liegende Tatsachen zu einem einheitlichen Bilde der Naturfunktionen verwoben, das heute, 1947, als noch unfertiges Lehrgebäude der Orgonomie dem Urteil der Welt überlassen ist. Es ist daher notwendig, die „Funktionelle Denktechnik“ zu beschreiben.

Es ist vorteilhaft, den ernsten Studenten der Naturwissenschaft nicht nur das Ergebnis sehen zu lassen, sondern ihn auch in die Geheimnisse der Werkstätte einzuweihen, in der das Produkt sich mit mühevoller Anstrengung formt. Ich betrachte es als einen Fehler im wissenschaftlichen Verkehr, dass meist nur die schön polierten und einwandfreien Ergebnisse der Naturforschung wie in einer Kunstausstellung vorgeführt werden. Eine Schaustellung der fertigen Produkte allein enthält viele Nachteile und Gefahren, sowohl für ihren Schöpfer wie für ihre Nutznießer. Der Schöpfer des Produkts wird leicht all zu sehr darauf bedacht sein, Vollkommenheit und Fehlerfreiheit zu präsentieren, dagegen die Lücken, Unsicherheiten und disharmonischen Widersprüche in der Naturerkenntnis zu verbergen. Dadurch schädigt er den Sinn für den wirklichen Prozess der Naturforschung. Der Genießer des Produkts wird keinen Sinn für die Härte und Strenge der Anforderungen haben, die an den Naturforscher gestellt sind, wenn er Rätsel der Natur brauchbar enthüllen und beschreiben soll. Er wird es nie lernen, selbst mitzudenken und mitzusorgen. Die wenigsten Autofahrer haben eine korrekte Vorstellung von der Fülle der Denkakte und der Handgriffe, die zur Herstellung eines Automobils notwendig sind. Es sähe in unserer Welt besser aus, wenn die Nutznießer der Arbeit mehr über den Prozess der Arbeit und das Erlebnis des Arbeitenden wüssten, wenn sie die Arbeitsfrüchte anderer nicht so sorglos pflückten.

Die Darstellung eines Stücks der Werkstättenarbeit ist im Falle der Orgonomie besonders geboten. Die größte Schwierigkeit, die Orgontheorie zu begreifen, ist die, dass die Entdeckung des Orgons zu viele und zu große Probleme auf einmal gelöst hat: das biologische Fundament  der seelischen Erkrankungen, die Biogenese und damit die Krebsbiopathie, den Äther, die kosmische Sehnsucht der Menschentiere, eine neue physikalische Theorie u.s.f. Es war immer zu viel, was sich in der Werkstätte abspielte und darbot: Ein Zuviel an Tatsachen, neuen Zusammenhängen, Korrekturen alter und unrichtiger Anschauungen, an Verbindungen der verschiedenen Zweige der naturwissenschaftlichen Spezialforschung. Demzufolge hatte ich mich oft gegen den Vorwurf zu verteidigen, dass ich mich wissenschaftlich nicht beschränkte, dass ich „zu viel auf einmal“ unternommen hätte. Ich habe nicht zu viel auf einmal unternommen, und ich war nicht wissenschaftlich unbescheiden. Das Zuviel ist von niemandem so schmerzlich empfunden worden wie von mir selbst. Ich bin nicht den Tatsachen nachgegangen, sondern die Tatsachen und Zusammenhänge strömten mir in Überfülle zu. Ich hatte Mühe, ihnen aufmerksam zu begegnen und sie säuberlich zu ordnen. Viele, sehr viele Tatsachen von großer Bedeutung gingen dabei verloren, andere blieben unverstanden. Doch das Wesentliche und Grundsätzliche an der Entdeckung der kosmischen Energie scheint mir gesichert und so weit brauchbar geordnet zu sein, dass andere fortfahren können, am Gerüst zu bauen, das ich nicht vollenden konnte. […]

Bücher von Wilhelm Reich

Die Entdeckung des Orgons I | Die Entdeckung des Orgons II | Die Bionexperimente | Die kosmische Überlagerung | Das ORANUR-Experiment (I) | Das ORANUR-Experiment (II) | OROP Wüste | Äther, Gott und Teufel | Charakteranalyse | Rede an den kleinen Mann | Christusmord | Die Massenpsychologie des Faschismus | Menschen im Staat

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